4 Juli, 2012
Softbox, Photoshop und Ventilator sei dank - jetzt gibt es ein richtig gutes Promo-Foto von mir.
Wenn R. und ich noch das kleine Wunder vollbringen, GEMEINSAM auf einem Bild blendend auszusehen, das wäre einfach wunderbar (auszusprechen wie Frau N. Hagen aus B. in “Helmut” auf Unbehagen).
Das neue Video für “Colossus” ist fertig und soll morgen online gehen. Arrriba!
thebrittnees

Softbox, Photoshop und Ventilator sei dank - jetzt gibt es ein richtig gutes Promo-Foto von mir.

Wenn R. und ich noch das kleine Wunder vollbringen, GEMEINSAM auf einem Bild blendend auszusehen, das wäre einfach wunderbar (auszusprechen wie Frau N. Hagen aus B. in “Helmut” auf Unbehagen).

Das neue Video für “Colossus” ist fertig und soll morgen online gehen. Arrriba!

thebrittnees

16 März, 2012
Kommentar zum Artikel in Die Zeit: Lernt zu teilen! Bevor es zu spät ist. Von Maximilian Probst und Kilian Trotier



Unverzichtbar wertlos


Dieser Artikel ist anbiedernd an die “neue” Netzkultur und bedient sich einer Argumentation, die auf tönernden Füßen steht. Wahrscheinlich braucht die Zeit jüngere Leser. Und dann wird munter nachgeplappert, was bei Twitter & Co die Runde macht. Mit Urheberrecht hat das nichts zu tun.
Und es gibt auch keine “neuen Geschäftsmodelle” für Künstler. kickstarter.com behält z. B. das gesamte Geld der Fans, wenn die Summe nicht zustande kommt. Gerissener kann man gar nicht Künstler und Fans auf einen Schlag in die Pfanne hauen.
Und noch etwas: Die Künstler melden sich nicht zu Wort? Das ist ja ein echter Witz! Natürlich melden die sich. Wie ich jetzt. Nur das schmeckt der Download-Süchtigen Copy&Paste Community ganz und gar nicht, was die sagen.
Künstler finden es nämlich nicht “hip”, wenn originäre Werke zerhackzückelt werden, wenn der Urheber nicht genannt wird, wenn nicht nur die “armen Kids” (wahrscheinlich alle ohne zahlungskräftige Eltern) sich in ungezügelter Gier alles einverleiben, was sich irgendwie herunterladen lässt, wenn auf YouTube zu meinen Songs ein völlig beklopptes “Fan”-Video läuft.
Künstler ziehen überall den Kürzeren: itunes zahlt z. B. von den 0,99 Cent ganze 0,09 Cents pro Song an den Künstler. Es gibt kein Mikro-Payment-System, das keine horrenden Gebühren erhebt.
Musik (oder im weiteren Sinne Kulturgut) wird als unverzichtbar betrachtet und ist zugleich wertlos, weil kaum einer dafür bezahlen will.
Foto: theconstantbuzz:©Tom Friedman

Kommentar zum Artikel in Die Zeit: Lernt zu teilen! Bevor es zu spät ist. Von Maximilian Probst und Kilian Trotier

Unverzichtbar wertlos

Dieser Artikel ist anbiedernd an die “neue” Netzkultur und bedient sich einer Argumentation, die auf tönernden Füßen steht. Wahrscheinlich braucht die Zeit jüngere Leser. Und dann wird munter nachgeplappert, was bei Twitter & Co die Runde macht. Mit Urheberrecht hat das nichts zu tun.

Und es gibt auch keine “neuen Geschäftsmodelle” für Künstler. kickstarter.com behält z. B. das gesamte Geld der Fans, wenn die Summe nicht zustande kommt. Gerissener kann man gar nicht Künstler und Fans auf einen Schlag in die Pfanne hauen.

Und noch etwas: Die Künstler melden sich nicht zu Wort? Das ist ja ein echter Witz! Natürlich melden die sich. Wie ich jetzt. Nur das schmeckt der Download-Süchtigen Copy&Paste Community ganz und gar nicht, was die sagen.

Künstler finden es nämlich nicht “hip”, wenn originäre Werke zerhackzückelt werden, wenn der Urheber nicht genannt wird, wenn nicht nur die “armen Kids” (wahrscheinlich alle ohne zahlungskräftige Eltern) sich in ungezügelter Gier alles einverleiben, was sich irgendwie herunterladen lässt, wenn auf YouTube zu meinen Songs ein völlig beklopptes “Fan”-Video läuft.

Künstler ziehen überall den Kürzeren: itunes zahlt z. B. von den 0,99 Cent ganze 0,09 Cents pro Song an den Künstler. Es gibt kein Mikro-Payment-System, das keine horrenden Gebühren erhebt.

Musik (oder im weiteren Sinne Kulturgut) wird als unverzichtbar betrachtet und ist zugleich wertlos, weil kaum einer dafür bezahlen will.

Foto: theconstantbuzz:©Tom Friedman

(via elkeringhausen)

24 August, 2011

Kickstarter ist eine US-Plattform für Projekte, die sich durch Spenden finanzieren. Alles ist möglich, außer wohltätige Zwecke und Projekte wie “Finanzier’ mein Leben”. Das Konzept ist nicht schlecht, vor allem für die Betreiber: Wird die geforderte Spendensumme nicht erreicht, behält das Portal die bis zum Ablauf eingegangenen Gelder.

Ich überlege, ob ich auch für The Brittnees so etwas starte, aber nicht auf der Plattform, sondern direkt auf unserer Website. Wär’ doch schade ums Geld, wenn die volle Summe nicht zusammenkommt. Außerdem kann ich mir kaum vorstellen, dass wir vom Image her in diesem eher “kuscheligen” Portal was reißen.

8 Juni, 2011

P.I.L. ist wieder da!! Wie das passieren konnte? Lydon hat mit dem Geld aus seiner Butter-Werbung P.I.L. wieder zusammengetrommelt, dann ab ins Studio, dann auf Tour - ist doch mal ein neues Finanzierungsmodell. Ich freu mich!!

2 Juni, 2011
Heute geht’s ins Studio ans Aufnehmen, hoffentlich halte ich gut durch. Wie war das noch mit der Getränkeauswahl? Keine Selter (produziert Schmatzgeräusche), kein Kamillentee (ätherische Öle, geht nach hinten los), keine Milch (belegt die Stimmbänder) und Rauchen sowieso nicht, es sei denn, ich will so etwas wie bei The Other Side produzieren, will ich aber nicht. Rumschreien ist auch schlecht für die Stimmbänder, aber was jede Aufnahme so richtig versauen kann, ist eine randallierende Katze, die keiner hört, weil die Musik bei der Aufnahme auf den Kopfhörern so laut ist.
Auf dem Foto kann man gut sehen, was für ein Winzling ich bin. Der Popschutz verdeckt tatsächlich mein ganzes Gesicht und das Mikrofon meines Lebens (ein Neumann U 87 mit handgeknüpfter Goldkapsel von olle Georg Neumann aus Berlin, latürnich) sieht etwas einschüchternd aus. Und das ist Aufnehmen auch. Aber meinetwegen kann’s jetzt langsam losgehen…
thebrittnees:

This is JAM during today’s recording session for a new song that still needs lyrics, but already sounds great.

Heute geht’s ins Studio ans Aufnehmen, hoffentlich halte ich gut durch. Wie war das noch mit der Getränkeauswahl? Keine Selter (produziert Schmatzgeräusche), kein Kamillentee (ätherische Öle, geht nach hinten los), keine Milch (belegt die Stimmbänder) und Rauchen sowieso nicht, es sei denn, ich will so etwas wie bei The Other Side produzieren, will ich aber nicht. Rumschreien ist auch schlecht für die Stimmbänder, aber was jede Aufnahme so richtig versauen kann, ist eine randallierende Katze, die keiner hört, weil die Musik bei der Aufnahme auf den Kopfhörern so laut ist.

Auf dem Foto kann man gut sehen, was für ein Winzling ich bin. Der Popschutz verdeckt tatsächlich mein ganzes Gesicht und das Mikrofon meines Lebens (ein Neumann U 87 mit handgeknüpfter Goldkapsel von olle Georg Neumann aus Berlin, latürnich) sieht etwas einschüchternd aus. Und das ist Aufnehmen auch. Aber meinetwegen kann’s jetzt langsam losgehen…

thebrittnees:

This is JAM during today’s recording session for a new song that still needs lyrics, but already sounds great.

26 Mai, 2011

Populäre Musik ist der traditionell staatlich gepamperten Hochkultur ebenbürtig und damit schützens- und förderungswürdig.

Clubs und Labels: Hilferufe von der Tanzfläche - Stadtleben - Berlin - Tagesspiegel

Licht am Ende des Tunnels: Musik 2020 Berlin soll Kohle für andere Musik als Klassik & Co. locker machen. Das wäre ein richtiger Schritt für Berlin als eine Stadt, die die Party-Kultur als Touristenattraktion vermarktet.

Wenn der Text auf der Homepage nur nicht mit “Mit Herz, Verstand und vielen Innovationen…” beginnen würde, das klingt so nach Berliner Mittelstandsschunkeln.

Aber zu einem Fördertopf für Musiker und zur Not auch für die Vermarktungs-Entourage würde ich nicht nein sagen. Ist überfällig!

18 Januar, 2011
Seit mehr als 500 Jahren mache ich Musik und ich kann diese dämlichen Argumente “all music should be free” nicht mehr hören.
Gerade bin ich wieder über so einen überflüssigen Artikel bei The Next Web gestoßen, wonach britische Plattenfirmen kostenlosen Downloads den Kampf ansagen, indem sie Airplay und Verkauf zeitlich gleichschalten. Bei den Kiffbirnen in der Musikindustrie haben die bestimmt drei Jahre an diesem Konzept gearbeitet. Aber gut, wenigstens ein Ansatz, um noch ein paar Cent mit etwas zu verdienen, was aus rätselhaften Gründen plötzlich zum “allgemeinen Kulturgut” gehört.
Richtig sauer machen mich diese sturzblöden Kommentare, dass Musik-Downloads kostenlos sein und Musiker ihr Geld mit Auftritten verdienen sollten. Hat irgendjemand von diesen konsumgeilen Sesselpupern überhaupt eine Ahnung, was für ein Aufriss ein Auftritt ist - geschweige denn Touren?
Songs zu schreiben und zu produzieren ist Knochenarbeit und meistens eine echte Quälerei. Mach ich aber trotzdem, weil es für mich wichtig ist und lassen kann ich es auch nicht. Leben kann ich nicht davon, deshalb hab ich einen anderen Job, der mich über Wasser hält. Für Auftritte und Touren ist aber keine Zeit.
Also bieten wir unsere Songs online an - und wenn ich dann lese, dass meine Arbeit gar nicht “mein Werk” ist, sondern “allen gehört”, könnte ich kotzen. Weil es einfach nicht stimmt! Ich hab das gemacht, kein anderer. Es muss auch keinem gefallen, aber wenn das dann doch mal der Fall ist, dann noch mir die Urheberrechte abzusprechen, ist das Hinterletzte - nur um sich zu rechtfertigen, dass selbst ein paar Cent für Musik, die einem gefällt, zuviel sind.

Seit mehr als 500 Jahren mache ich Musik und ich kann diese dämlichen Argumente “all music should be free” nicht mehr hören.

Gerade bin ich wieder über so einen überflüssigen Artikel bei The Next Web gestoßen, wonach britische Plattenfirmen kostenlosen Downloads den Kampf ansagen, indem sie Airplay und Verkauf zeitlich gleichschalten. Bei den Kiffbirnen in der Musikindustrie haben die bestimmt drei Jahre an diesem Konzept gearbeitet. Aber gut, wenigstens ein Ansatz, um noch ein paar Cent mit etwas zu verdienen, was aus rätselhaften Gründen plötzlich zum “allgemeinen Kulturgut” gehört.

Richtig sauer machen mich diese sturzblöden Kommentare, dass Musik-Downloads kostenlos sein und Musiker ihr Geld mit Auftritten verdienen sollten. Hat irgendjemand von diesen konsumgeilen Sesselpupern überhaupt eine Ahnung, was für ein Aufriss ein Auftritt ist - geschweige denn Touren?

Songs zu schreiben und zu produzieren ist Knochenarbeit und meistens eine echte Quälerei. Mach ich aber trotzdem, weil es für mich wichtig ist und lassen kann ich es auch nicht. Leben kann ich nicht davon, deshalb hab ich einen anderen Job, der mich über Wasser hält. Für Auftritte und Touren ist aber keine Zeit.

Also bieten wir unsere Songs online an - und wenn ich dann lese, dass meine Arbeit gar nicht “mein Werk” ist, sondern “allen gehört”, könnte ich kotzen. Weil es einfach nicht stimmt! Ich hab das gemacht, kein anderer. Es muss auch keinem gefallen, aber wenn das dann doch mal der Fall ist, dann noch mir die Urheberrechte abzusprechen, ist das Hinterletzte - nur um sich zu rechtfertigen, dass selbst ein paar Cent für Musik, die einem gefällt, zuviel sind.