8 Juli, 2012
Resolution: UN-Menschenrechtsrat bestätigt die Gültigkeit der Menschenrechte auch im Internet
Bekräftigt, dass die gleichen Rechte, die Menschen offline haben, auch online geschützt werden müssen, insbesondere die Meinungsfreiheit, die ohne Rücksicht auf Grenzen und über Medien jeder Art der eigenen Wahl anwendbar ist, im Einklang mit Artikel 19 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und dem Internationaler Pakt über bürgerliche und politische Rechte;
Anerkennt den globalen und offenen Charakter des Internets als treibende Kraft, die den Fortschritt auf dem Weg zu Entwicklung beschleunigt;
Fordert alle Staaten auf, den Zugang zum Internet und die internationale Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Medien-, Informations- und Kommunikationseinrichtungen in allen Ländern zu fördern und erleichtern;
Fördert besondere Verfahren, diese Fragen im Rahmen ihrer bestehenden Mandate, soweit zutreffend, zu berücksichtigen;
Beschließt, die Förderung, den Schutz und die Wahrnehmung der Menschenrechte, einschließlich des Rechts auf freie Meinungsäußerung, im Internet und in anderen Technologien, sowie die wichtige Rolle des Internets bei der Entwicklung und der Wahrnehmung der Menschenrechte auch weiterhin ihrem Arbeitsprogramm zu berücksichtigen.
Quelle: Netzpolitik.org

Resolution: UN-Menschenrechtsrat bestätigt die Gültigkeit der Menschenrechte auch im Internet

  1. Bekräftigt, dass die gleichen Rechte, die Menschen offline haben, auch online geschützt werden müssen, insbesondere die Meinungsfreiheit, die ohne Rücksicht auf Grenzen und über Medien jeder Art der eigenen Wahl anwendbar ist, im Einklang mit Artikel 19 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und dem Internationaler Pakt über bürgerliche und politische Rechte;
  2. Anerkennt den globalen und offenen Charakter des Internets als treibende Kraft, die den Fortschritt auf dem Weg zu Entwicklung beschleunigt;
  3. Fordert alle Staaten auf, den Zugang zum Internet und die internationale Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Medien-, Informations- und Kommunikationseinrichtungen in allen Ländern zu fördern und erleichtern;
  4. Fördert besondere Verfahren, diese Fragen im Rahmen ihrer bestehenden Mandate, soweit zutreffend, zu berücksichtigen;
  5. Beschließt, die Förderung, den Schutz und die Wahrnehmung der Menschenrechte, einschließlich des Rechts auf freie Meinungsäußerung, im Internet und in anderen Technologien, sowie die wichtige Rolle des Internets bei der Entwicklung und der Wahrnehmung der Menschenrechte auch weiterhin ihrem Arbeitsprogramm zu berücksichtigen.

Quelle: Netzpolitik.org

(via nevver)

27 Juni, 2012

Viele deutsche Schüler können einer Studie zufolge nicht zwischen Demokratie und Diktatur unterscheiden. Etwa 40 Prozent sehen kaum Unterschiede zwischen Nationalsozialismus, der DDR sowie der Bundesrepublik vor und nach der Wiedervereinigung, ergab eine Untersuchung des Forschungsverbundes SED-Staat der Freien Universität Berlin. Die befragten Schüler glauben, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte seien in allen vier Systemen etwa gleich ausgeprägt.

Historisches Wissen: DDR und Drittes Reich – Schüler ahnungslos | Gesellschaft | ZEIT ONLINE

Es gibt so Meldungen, die so zwischendurch in meinem Newsreader reinflattern, unter jeder Skandalösität durchrutschen und mich nur noch mit offenem Mund auf den Bildschirm glotzen lassen, weil ich nicht glauben will, was da steht. 

Kein Unterschied zwischen Diktator und Demokratie? Ich hatte erst neulich bei Facebook so eine bescheuerte Diskussion über Kim-blabla-looking-at-things, die damit endete, dass mir lang und breit erklärt wurde, dass Politiker ÜBERALL und IMMER ALLE gleich sind, dass es KEINEN Unterschied macht, WO man lebt und dass Demokratie eine Lüge ist.

Nur soviel:

Wer nicht weiß, dass er in einem Rechtsstaat lebt, hält die Klappe, wenn sein Gewissen eine Position verlangt und wenn Unrecht geschieht. Und lebt in Angst, dass ständig etwas “Schlimmes” von “oben” passieren kann.

Ist das jetzt eine Generation der Duckmäuser? Oder der Ignoranten? Oder der Wohlstandsmaden, die gar nicht wissen, in was für einer Freiheit sie leben?

27 August, 2011
The Next Web schwärmt von Berliner Apps Entwicklern, und dieses Foto hat damit nicht mal annähernd etwas zu tun.
nevver: Stiletto City, 1964

The Next Web schwärmt von Berliner Apps Entwicklern, und dieses Foto hat damit nicht mal annähernd etwas zu tun.

nevverStiletto City, 1964

19 Juli, 2011

Es geht um die Vorstellung dessen, was man können müsste und von sich erwartet und die ständige Erfahrung, diese Erwartungen nicht zu erfüllen.

John von Düffel über Wettkampf beim Schwimmen und den Kampf mit sich selbst beim Schreiben

INTERVIEW: „Bei 12 Grad beginnt das Leiden“ ,Tagesspiegel

15 Juli, 2011
Gestern morgen fand ich CBGB schlafend in der Badewanne mit dem Kopf unter dem Wasserhahn.
Das zeigt, was für eine kluge Katze er ist, denn in unserer Wohnung ist es unglaublich warm. Das wiederum liegt daran, dass Deutschland tatsächlich der internationale Marktführer bei Fassadenisolierungen ist und bei unserem Haus anscheinend ganze Arbeit geleistet wurde.
Dieses Foto zeigt auch, was für harte Rocker wir sind, weil wir knallharte PR mit süßen Pussy-Bildern für unsere Band machen - und es funktioniert! Das wiederum zeigt, dass es stimmt, was neulich ein Kollege über Tumblr sagte: “Da kann keiner lesen, die wollen nur Fotos.”
thebrittnees:

Our cat CBGB slept in the bathtub, it was too hot @ night …

Gestern morgen fand ich CBGB schlafend in der Badewanne mit dem Kopf unter dem Wasserhahn.

Das zeigt, was für eine kluge Katze er ist, denn in unserer Wohnung ist es unglaublich warm. Das wiederum liegt daran, dass Deutschland tatsächlich der internationale Marktführer bei Fassadenisolierungen ist und bei unserem Haus anscheinend ganze Arbeit geleistet wurde.

Dieses Foto zeigt auch, was für harte Rocker wir sind, weil wir knallharte PR mit süßen Pussy-Bildern für unsere Band machen - und es funktioniert! Das wiederum zeigt, dass es stimmt, was neulich ein Kollege über Tumblr sagte: “Da kann keiner lesen, die wollen nur Fotos.”

thebrittnees:

Our cat CBGB slept in the bathtub, it was too hot @ night …

12 Juli, 2011
In unserer Wohnung ist es subtropisch warm, ich glaube ich schlafe heute auf dem Balkon. Warum mir jedes Jahr der Sommer mit Arbeit und Verwandschaftsbesuchen versaut wird, muss ich noch rausbekommen. Eigentlich gibt’s im Moment nicht mehr zu sagen, als auf diesem netten Bild zu sehen ist. Prost - und hoffentlich wird’s morgen besser.
zuppadivetro

In unserer Wohnung ist es subtropisch warm, ich glaube ich schlafe heute auf dem Balkon. Warum mir jedes Jahr der Sommer mit Arbeit und Verwandschaftsbesuchen versaut wird, muss ich noch rausbekommen. Eigentlich gibt’s im Moment nicht mehr zu sagen, als auf diesem netten Bild zu sehen ist. Prost - und hoffentlich wird’s morgen besser.

zuppadivetro

(via elkeringhausen)

26 Juni, 2011
Heute beginnt die Fußball-WM und ich will mir so viele Spiele wie möglich ansehen. Ob Frauenfußball als Aushängesport von lesbischen Frauen gilt, ob sich  Stürmerinnen die Fingernägel lackieren, Profi-Spielerinnen im Playboy zu  sehen sind, später Kosmetikerin werden wollen, körperbetonte Trikots  von Adolf Dassler & Co. tragen oder mit einer Frau verheiratet sind -  interessiert mich alles genauso wenig wie der Haarschnitt von Mario  Gomez,  die neuen Leiden des Michael B. oder mit wem Mesut Özil  verheiratet ist und warum.In erster Linie interessiert mich  nämlich nur eines: dass “meine” Mannschaft gewinnt und dass ich ein paar  unterhaltsame Spiele zu sehen bekomme.Ob ein Fußballspiel  unterhaltsam ist, hängt für mich übrigens nicht von der Biologie ab. Das  weiß ich seit dem Auftritt der Männer-Mannschaft bei der WM 1994 in den  USA. Bei dem defensiven Stehfußball von Bundestrainer Berti Vogts bin  ich vor dem Fernseher in einen bestenfalls als meditativ zu  bezeichnenden Zustand gefallen, der nahtlos in ein Gefühl innerer Leere  überging.Trotzdem gibt es natürlich einen Unterschied zwischen  Frauen- und Männer-Fußball, der sich nicht wegdiskutieren lässt. Dieser  Unterschied beruht auf der körperlichen Leistungsfähigkeit, die bei  Frauen und Männern von Natur aus meist anders ausfällt. Und?Wenn  in den Medien zwischen Männer- und Frauen-Fußball verglichen wird,  schwingt dabei auch immer eine Rechtfertigung mit: Zweimal  hintereinander haben die deutschen Spielerinnen den Weltmeistertitel  geholt - und keiner hat’s gemerkt. Schön, dass jetzt die Stadien voll werden!

Heute beginnt die Fußball-WM und ich will mir so viele Spiele wie möglich ansehen. Ob Frauenfußball als Aushängesport von lesbischen Frauen gilt, ob sich Stürmerinnen die Fingernägel lackieren, Profi-Spielerinnen im Playboy zu sehen sind, später Kosmetikerin werden wollen, körperbetonte Trikots von Adolf Dassler & Co. tragen oder mit einer Frau verheiratet sind - interessiert mich alles genauso wenig wie der Haarschnitt von Mario Gomez, die neuen Leiden des Michael B. oder mit wem Mesut Özil verheiratet ist und warum.

In erster Linie interessiert mich nämlich nur eines: dass “meine” Mannschaft gewinnt und dass ich ein paar unterhaltsame Spiele zu sehen bekomme.

Ob ein Fußballspiel unterhaltsam ist, hängt für mich übrigens nicht von der Biologie ab. Das weiß ich seit dem Auftritt der Männer-Mannschaft bei der WM 1994 in den USA. Bei dem defensiven Stehfußball von Bundestrainer Berti Vogts bin ich vor dem Fernseher in einen bestenfalls als meditativ zu bezeichnenden Zustand gefallen, der nahtlos in ein Gefühl innerer Leere überging.

Trotzdem gibt es natürlich einen Unterschied zwischen Frauen- und Männer-Fußball, der sich nicht wegdiskutieren lässt. Dieser Unterschied beruht auf der körperlichen Leistungsfähigkeit, die bei Frauen und Männern von Natur aus meist anders ausfällt. Und?

Wenn in den Medien zwischen Männer- und Frauen-Fußball verglichen wird, schwingt dabei auch immer eine Rechtfertigung mit: Zweimal hintereinander haben die deutschen Spielerinnen den Weltmeistertitel geholt - und keiner hat’s gemerkt.

Schön, dass jetzt die Stadien voll werden!

21 Juni, 2011

Kopfbesiedlungsprogramm

Ich finde die Vorstellung, wie Wim Wenders in der armenischen Steppe sitzt und zwei Tage lang auf ein verlassenes Riesenrad starrt, wirklich witzig. Gibt es davon auch ein Foto?

Dass Orte mehr von uns erzählen, “wenn keiner von uns zu sehen ist”, würde ich so jedoch nicht unterschreiben. Tatsächlich scheinen Menschen Wenders in seiner Interpretation der Welt zu stören, vielleicht, weil sich die Phantasie manchmal in menschenleerer Ödnis besser entfalten kann (oder muss).

Zugleich läuft meiner Meinung nach aber die Introspektion als Quelle der Kreativität immer auch Gefahr einer eitlen Nabelschau, was Wenders z. B. in “Bis ans Ende der Welt” thematisiert hat.

Mir gefällt seine Kritik an der organisierten Freizeitgesellschaft und richtig treffend finde ich seinen Kommentar zum digitalen Dauergeknipse, meist verbunden mit einer wahren Veröffentlichungsflut in Blogs und Social Media Plattformen:

Sie trauen ihrer Erinnerung nicht, das ist das Traurige. Sie glauben nicht, dass etwas überhaupt existiert, sie selbst am wenigsten, wenn man keinen Beleg vorweisen kann.”

Sehr schön!

21 Juni, 2011
“Ich fand so aber dieses verlassene Riesenrad mitten auf einer Wiese. Und  war         begeistert: Wer zum Teufel hat das aufgestellt? Wo sind all  die Leute hin, die hier mal         ausgelassen gefahren sind? Ich habe  mich zwei Tage lang davorgesetzt und geschaut. Einmal         kamen  drei Jungs vorbei, die haben sich daran hochgehangelt, und dann hat sich  das Rad         wieder langsam und ächzend mitgedreht.”
Wim Wenders in einem Interview zu seinem Fotobuch Places, strange and quiet, Die Zeit vom 21.6.11 (Foto nicht von Wenders)

Ich fand so aber dieses verlassene Riesenrad mitten auf einer Wiese. Und war begeistert: Wer zum Teufel hat das aufgestellt? Wo sind all die Leute hin, die hier mal ausgelassen gefahren sind? Ich habe mich zwei Tage lang davorgesetzt und geschaut. Einmal kamen drei Jungs vorbei, die haben sich daran hochgehangelt, und dann hat sich das Rad wieder langsam und ächzend mitgedreht.”

Wim Wenders in einem Interview zu seinem Fotobuch Places, strange and quiet, Die Zeit vom 21.6.11 (Foto nicht von Wenders)

(via cookiemonsterdiaries)

17 Juni, 2011
"Das Gefühl setzt sich fest, einem gierigen Kapitalismus ausgeliefert zu sein, der Banken und die Gewinne von Unternehmen schont, dem gemeinen Werktätigen aber nicht die Butter auf dem Brot gönnt."  — Ulrike Sosalla

"Das Gefühl setzt sich fest, einem gierigen Kapitalismus ausgeliefert zu sein, der Banken und die Gewinne von Unternehmen schont, dem gemeinen Werktätigen aber nicht die Butter auf dem Brot gönnt."  — Ulrike Sosalla

(via penismonolog)

9 Juni, 2011
"Toleranz, ganz grundsätzlich, ist die Haltung einer Person, die  bestimmte Überzeugungen oder Praktiken anderer ablehnt und dafür ihre  Gründe hat, die aber dennoch das, was sie ablehnt, aus bestimmten  anderen Gründen toleriert – ohne dass dadurch die Ablehnung vollkommen  überwunden wird." — Rainer Forst, Philosoph
Und so übe ich mich in Toleranz, wenn meine Geschlechtsgenossinnen ihre Haarpracht aus was auch für immer für Gründen unter einem Kopftuch verbergen, und das in einer mitteleuropäischen Demokratie mit einem Grundgesetz, das die Menschenwürde als unantastbar attestiert. Aber gut.
Trotzdem - die Kopftuch-Debatte wäre schon längst vom Tisch, wenn sich damit nicht so schön provozieren lassen würde.
Jüngstes Beispiel dafür ist Seren Basogul, studierte Grafikdesignerin, die eine Diplomarbeit über die Wirkung des Kopftuchs geschrieben hat. Die Idee kam ihr, weil sie nicht immer ein Kopftuch getragen hat, sondern erst in der Uni damit anfing und dabei fiel ihr auf: “Und nun passierte etwas Seltsames: Obwohl ich für mein Gefühl derselbe  Mensch blieb, gingen die Leute plötzlich ganz anders mit mir um.” Das ist doch wirklich eine Überraschung. Wer hätte das gedacht?
Also machte sich Seren Basogul daran, zu untersuchen, “was dieses Stück Stoff beim Betrachter auslöst”. Herausgekommen sind gute Fotos und ein dümmliches Interview im Tagesspiegel.
Wie es gerade passt, ist das Kopftuch für Seren Basogul ein Symbol ihres Glaubens, ein “Stück Stoff”, in das zuviel “hineininterpretiert” wird, oder ein “tolles Modeaccessoire”, das sie im Kanon mit dem türkischen Modemacher Cemil Ipekci auch den deutschen Frauen empfiehlt.
Jo.
Der naive Opportunismus, mit dem Seren Basogul mit dem Kopftuch die Werbetrommel für ihr künftiges Dasein als Grafikdesignerin rührt, provoziert und ist zugleich hirnerweichend oberflächlich. Eine gelungene Selbstvermarktung, der selbst ich jetzt eine Plattform gegeben habe. Kopftuch ab! (Im Sinne von Hut ab, natürlich)

"Toleranz, ganz grundsätzlich, ist die Haltung einer Person, die bestimmte Überzeugungen oder Praktiken anderer ablehnt und dafür ihre Gründe hat, die aber dennoch das, was sie ablehnt, aus bestimmten anderen Gründen toleriert – ohne dass dadurch die Ablehnung vollkommen überwunden wird."Rainer Forst, Philosoph

Und so übe ich mich in Toleranz, wenn meine Geschlechtsgenossinnen ihre Haarpracht aus was auch für immer für Gründen unter einem Kopftuch verbergen, und das in einer mitteleuropäischen Demokratie mit einem Grundgesetz, das die Menschenwürde als unantastbar attestiert. Aber gut.

Trotzdem - die Kopftuch-Debatte wäre schon längst vom Tisch, wenn sich damit nicht so schön provozieren lassen würde.

Jüngstes Beispiel dafür ist Seren Basogul, studierte Grafikdesignerin, die eine Diplomarbeit über die Wirkung des Kopftuchs geschrieben hat. Die Idee kam ihr, weil sie nicht immer ein Kopftuch getragen hat, sondern erst in der Uni damit anfing und dabei fiel ihr auf: “Und nun passierte etwas Seltsames: Obwohl ich für mein Gefühl derselbe Mensch blieb, gingen die Leute plötzlich ganz anders mit mir um.” Das ist doch wirklich eine Überraschung. Wer hätte das gedacht?

Also machte sich Seren Basogul daran, zu untersuchen, “was dieses Stück Stoff beim Betrachter auslöst”. Herausgekommen sind gute Fotos und ein dümmliches Interview im Tagesspiegel.

Wie es gerade passt, ist das Kopftuch für Seren Basogul ein Symbol ihres Glaubens, ein “Stück Stoff”, in das zuviel “hineininterpretiert” wird, oder ein “tolles Modeaccessoire”, das sie im Kanon mit dem türkischen Modemacher Cemil Ipekci auch den deutschen Frauen empfiehlt.

Jo.

Der naive Opportunismus, mit dem Seren Basogul mit dem Kopftuch die Werbetrommel für ihr künftiges Dasein als Grafikdesignerin rührt, provoziert und ist zugleich hirnerweichend oberflächlich. Eine gelungene Selbstvermarktung, der selbst ich jetzt eine Plattform gegeben habe. Kopftuch ab! (Im Sinne von Hut ab, natürlich)

(Quelle: philoclea, via elkeringhausen)

8 Juni, 2011

Und hier die Butter-Werbung mit John Lydon

7 Juni, 2011
Tumblr quillt wieder einmal über vor guten Ratschlägen für ein besseres Leben, die mich doch manchmal stark an den Abreiß-Kalender in der Küche meiner faschistoiden Großmutter erinnern. Besonders die Ermahnung “Do Best” in diversen Varianten kann ich nicht mehr sehen. Jo. Musste jetzt mal gesagt werden. Oder auch nicht.
foleydesign:

tylerelizabeth: Sooner Or Later It All Comes Down installation by viaGrafik

Tumblr quillt wieder einmal über vor guten Ratschlägen für ein besseres Leben, die mich doch manchmal stark an den Abreiß-Kalender in der Küche meiner faschistoiden Großmutter erinnern. Besonders die Ermahnung “Do Best” in diversen Varianten kann ich nicht mehr sehen. Jo. Musste jetzt mal gesagt werden. Oder auch nicht.

foleydesign:

tylerelizabethSooner Or Later It All Comes Down installation by viaGrafik

(via rjfoleyiv)

2 Juni, 2011
Heute geht’s ins Studio ans Aufnehmen, hoffentlich halte ich gut durch. Wie war das noch mit der Getränkeauswahl? Keine Selter (produziert Schmatzgeräusche), kein Kamillentee (ätherische Öle, geht nach hinten los), keine Milch (belegt die Stimmbänder) und Rauchen sowieso nicht, es sei denn, ich will so etwas wie bei The Other Side produzieren, will ich aber nicht. Rumschreien ist auch schlecht für die Stimmbänder, aber was jede Aufnahme so richtig versauen kann, ist eine randallierende Katze, die keiner hört, weil die Musik bei der Aufnahme auf den Kopfhörern so laut ist.
Auf dem Foto kann man gut sehen, was für ein Winzling ich bin. Der Popschutz verdeckt tatsächlich mein ganzes Gesicht und das Mikrofon meines Lebens (ein Neumann U 87 mit handgeknüpfter Goldkapsel von olle Georg Neumann aus Berlin, latürnich) sieht etwas einschüchternd aus. Und das ist Aufnehmen auch. Aber meinetwegen kann’s jetzt langsam losgehen…
thebrittnees:

This is JAM during today’s recording session for a new song that still needs lyrics, but already sounds great.

Heute geht’s ins Studio ans Aufnehmen, hoffentlich halte ich gut durch. Wie war das noch mit der Getränkeauswahl? Keine Selter (produziert Schmatzgeräusche), kein Kamillentee (ätherische Öle, geht nach hinten los), keine Milch (belegt die Stimmbänder) und Rauchen sowieso nicht, es sei denn, ich will so etwas wie bei The Other Side produzieren, will ich aber nicht. Rumschreien ist auch schlecht für die Stimmbänder, aber was jede Aufnahme so richtig versauen kann, ist eine randallierende Katze, die keiner hört, weil die Musik bei der Aufnahme auf den Kopfhörern so laut ist.

Auf dem Foto kann man gut sehen, was für ein Winzling ich bin. Der Popschutz verdeckt tatsächlich mein ganzes Gesicht und das Mikrofon meines Lebens (ein Neumann U 87 mit handgeknüpfter Goldkapsel von olle Georg Neumann aus Berlin, latürnich) sieht etwas einschüchternd aus. Und das ist Aufnehmen auch. Aber meinetwegen kann’s jetzt langsam losgehen…

thebrittnees:

This is JAM during today’s recording session for a new song that still needs lyrics, but already sounds great.