6 April, 2011
Ölfelder in Saudi-Arabien
Luftaufnahme von Stefan Zirwes

Ölfelder in Saudi-Arabien

Luftaufnahme von Stefan Zirwes

6 April, 2011

"Wer schneller fahren will, nimmt dann eben den Hochgeschwindigkeitszug", so der Verkehrsexperte

Seite 2 von 2 | Mobilität der Zukunft: Ein Alptraum für Autohersteller | Auto | ZEIT ONLINE

250 Autos auf 1000 Einwohner, Tempolimit 30 in der Stadt und mehr Lebensqualität weil weniger Verkehrslärm und Umweltverschmutzung - das Fraunhofer-Institut hat eine neue Studie zum Verkehr im Jahr 2050 herausgebracht.

Abgesehen davon, dass ich zu diesem Zeitpunkt - wenn noch am Leben - wahrscheinlich Breichen im Pflegeheim lutschen werde, ist das radikale Umdenken beim öffentlichen Nahverkehr mehr als notwendig.

Allerdings ist es nicht die erste Vision, die den Individualverkehr von den Straßen verbannt. Schon in den 70er Jahren kursierte anlässig der Ölkrise die Idee vom Auto als Gemeinschaftsgut.

Wer aber das Verhalten der Deutschen beim “Bio”-Treibstoff E10 beobachtet - Autofahrer proben den Aufstand, weil statt zuvor 5 % Ethanol (deshalb hieß das Benzin vorher auch E5) nun 10 % beigemischt werden -, wird sich fragen, ob das Auto wirklich so einfach verschwinden kann.

Weniger Autofahren hätte aus rein pazifistischer Sicht aber auch den Vorteil, dass kein Land oder keine Staatengemeinschaft mehr aus zweifelhaften Motiven in ein anderes Land einfallen müsste, in dem sich zufällig Ölquellen befinden.

Trotzdem, ab und zu mal aufs Gas drücken zu können, wird mir fehlen. Aber ich werd’s verschmerzen. Nur dass ich mir dann meinen Kick im Hochgeschwindigkeitszug holen soll, halte ich milde gesagt für weltfremd. Eine Autodiät ohne “Fahrspaß”-Ersatz wird schwer durchzusetzen sein.